ÖLV U23-Rekord für den jungen Läufer aus Wien. Andreas Almgren siegt mit neuem Europarekord
Timo Hinterndorfer zeigt sich zum Jahresbeginn in starker Form und verbessert in Valencia in 28:55 Minuten seinen eigenen österreichischen U23-Rekord um sieben Sekunden. Der 21-Jährige knackte zum ersten Mal die 29-Minuten-Marke, obwohl er in der Startphase wichtige Meter und Sekunden verlor.
Zwei Europarekorde in einem Rennen
In dem Weltklasserennen jubelte der Sieger Andreas Almgren aus Schweden in 26:45 Minuten über einen neuen Europarekord. Er unterbot seine eigene Bestmarke um acht Sekunden. Im Frauenrennen siegte die Kenianerin Brenda Jepchirchir in 29:25 Minuten. An achter Stelle erzielte die Britin Eilish McColgan ebenfalls einen neuen Europarekord. Erst vor einer Woche war die Belgierin Jana Van Lent in Nizza 30:10 gelaufen.
Starke Leistung nach Startproblemen
Timo Hinterndorfer, der Sieger des Wien Energie Halbmarathons beim VCM 2024 und des Vienna 5K 2025, war sehr gut vorbereitet nach Spanien gereist. Die Startaufstellung verhinderte eine bessere Zeit. „Es war leider ziemlich chaotisch am Start, weil ich viel zu weit hinten gestanden bin und nicht vorgekommen bin. Schade, heute wäre etwas anderes drin gewesen“, kommentierte er. Sechs Sekunden verlor Timo allein vom Startschuss bis zum Überqueren der Startlinie – für Rekordleistungen zählt nur das Bruttoergebnis. Am Beginn gab es kein flüssiges Laufen. Erst nach ca. 3 Kilometern konnte er jene Gruppe erreichen, in der er leistungsmäßig laufen wollte.
Josua Gschwentner, 17, läuft nahe an die 30 Minuten
Ein sehr beachtliches Rennen zeigte der 17-jährige Tiroler Josua Gschwentner. Mit 30:06 Minuten erzielte er eine starke persönliche Bestleistung und zugleich einen neuen Tiroler U20-Rekord. Beim VCM Winterlauf im Dezember hatte er als Sieger in 30:49 Minuten aufgezeigt.
Almgren on fire
Auch der Sieger Andreas Almgren war nicht 100% happy mit den Umständen. Der einzige Pacemaker ging bereits nach drei Kilometern zur Seite, sodass Almgren den Rest des Rennens allein an der Spitze gelaufen ist. Khairi Bejiga aus Äthiopien in 26:51 und Victor Kipruto aus Kenia holten die Plätze zwei und drei.
Almgren, der WM-Dritte über 10.000 m, hatte im vergangenen Oktober ebenfalls in Valencia mit 58:41 Minuten bereits die kontinentale Bestzeit im Halbmarathon gebrochen. Über 10 km rückte er in der Liste der schnellsten 10-km-Läufer aller Zeiten auf Platz sechs nach vorne. Den Weltrekord hält nach wie vor der Kenianer Rhonex Kipruto mit 26:24.
Deutscher Rekord, extreme Leistungsdichte
Auf Rang fünf lief der Deutsche Mohamed Abdilaahi nach 27:23 ins Ziel. Damit hatte er den deutschen Rekord von Amanal Petros, der vor zwei Jahren in Castellon (Spanien) 27:32 gelaufen war, um neun Sekunden unterboten. In seinem ersten Rennen seit dem WM-Marathon in Tokio im vergangenen August meldete sich Richard Ringer auf Platz 14 mit einer deutlichen persönlichen Bestzeit von 27:39 zurück. Insgesamt liefen in Valencia gleich 35 Athleten unter 28:00 Minuten.
Die Leistungsdichte war so hoch, dass Timo Hinterndorfer auf Rang 92 ins Ziel lief. Auch wenn an diesem Tag vielleicht eine schnellere Zeit für den Athleten vom Verein DSG Wien möglich gewesen wäre, unterstrich er dennoch seine gute Entwicklung. Im Vorjahr hatte er u.a. eine persönliche Halbmarathon-Bestzeit von 62:56 Minuten erzielt, zugleich ÖLV U23-Rekord, und damit Rang fünf bei der Universiade geholt. Wir dürfen gespannt auf seine kommenden Rennen sein!
VCM News / AM / JW