Vienna City Marathon feierte Laufparty mit Rekordbeteiligung
Vom „Konzert zum Marathon“ der Wiener Symphoniker im Musikverein bis zur Stiegl After Race Party im Prater Dome: Der Vienna City Marathon feierte am vergangenen Wochenende ein Lauf-Festival mit Rekordbeteiligung. Im Zentrum von Österreichs größter Aktivsportveranstaltung standen neun Laufbewerbe mit dem Marathon über die 42,195 Kilometer als sportlichem Highlight. Mehr als 42.000 Menschen haben laufend und stolz das Ziel erreicht – ein neues Rekordergebnis mit einem Plus von 2.500 Teilnehmenden gegenüber dem Vorjahr.
„Das häufigste Feedback, das wir bekommen: Die Stimmung war grandios!“, sagte VCM-Geschäftsführerin Kathrin Widu bei einem Resümee am Tag nach dem Event. „Wir können stolz darüber sein, was wir für alle Beteiligten geschaffen haben. Wir haben eine sehr qualitätsvolle Veranstaltung abgeliefert. Diese Qualität müssen wir für die Teilnehmenden halten und ausbauen. Zahlen stehen dabei nicht im Vordergrund.“
Mit dem erstmals durchgeführten „Konzert zum Marathon“ ist eine einzigartige Verbindung von Sport und Musik gelungen. Hobbyläufer*innen, die ein Instrument spielen, traten gemeinsam mit Wiener Symphonikern im ausverkauften Goldenen Saal des Wiener Musikvereins auf. Musik spielte auch bei 66 Hot-Spots an der Strecke eine tragende Rolle und sorgte für motivierende Atmosphäre.
„Wir haben ein Gesamtkunstwerk geschaffen in allen Facetten, sportlich und in der Inszenierung. Unser Konzert ist in der weltweiten Marathonszene einzigartig“, betont VCM Geschäftsführer Dominik Konrad.
Spitzensportlich war der Streckenrekord von 2:20:06 Stunden durch die zweifache Paralympics-Siegerin Tigist Gezahagn der Höhepunkt. Spannende Rennen und starke Leistungen sorgten für Begeisterung an der Strecke und im Ziel. Mit großem Kampfgeist erreichten Andreas Vojta auf Rang neun und Eva Wutti auf Rang zehn als beste Österreicher das Ziel, während es leider nicht der Tag für Rekordhalter Aaron Gruen war, der aufgeben musste. Österreichische Siege im Wiener Städtische Halbmarathon durch Timo Hinterndorfer und Larissa Matz sowie der neue ÖLV U23-Halbmarathonrekord von 1:15:37 durch Nicole Bauer waren starke Zeichen der nächsten Generation. Ebenso der neue ÖLV-Rekord im 5-km-Straßenlauf von 15:34 Minuten der Vorarlbergerin Lisa Redlinger am Samstag im Vienna 5K auf der Ringstraße.
Die Qualität und Sicherheit für die Läufer*innen sind immer wichtiger als größere Teilnehmerfelder. Für die Zukunft beschäftigen sich die Veranstalter jedoch mit der Frage, ob Marathon und Wiener Städtische Halbmarathon noch mehr Menschen aufnehmen können. Im derzeitigen Setting ist dies durch die baulichen Gegebenheiten in der Stadt nicht möglich. Es wird daher die Idee geprüft, ob es machbar wäre, den Halbmarathonbewerb auf den Samstag zu verlegen. „Hier sind wir am Beginn der Planungsphase und liegen im Moment bestenfalls bei fünf Prozent“, so Dominik Konrad mit Blick in die Zukunft.
Das Interesse bei den Teilnehmern ist jedenfalls hoch. Mit dem Marathonstart am Sonntag, 9 Uhr öffnete auch die Anmeldung für den Marathon beim nächstjährigen VCM am 18. April 2027. In den ersten 30 Stunden sind bereits 1.600 Anmeldungen eingegangen.