Nicole Bauer holt mit ÖLV U23-Rekord den zweiten Platz
Timo Hinterndorfer in 1:02:58 und Larissa Matz in 1:15:15 sind die Sieger des Wiener Städtische Halbmarathon 2026. Beide Lokalmatadoren wurden besonders in der Schlussphase lautstark vom Publikum ins Ziel getragen. Die zweitplatzierte Nicole Bauer verbesserte bei ihrem Debüt in 1:15:37 den ÖLV-U23-Rekord im Halbmarathon von Cordula Lassacher.
Wie bereits vor zwei Jahren überquerte Timo Hinterdorfer (DSG Wien) das Ziel als Sieger des Wiener Städtische Halbmarathon und genoss die großartige Unterstützung des Heimpublikums auf der Bühne von Österreichs wichtigster Laufveranstaltung. In seiner Leistung hob der 21-Jährige aber zwei kleine, aber feine Unterschiede hervor: Vor zwei Jahren blieb er knapp über der Zeit von 1:03 Stunden, dieses Mal in 1:02:58 Stunden knapp darunter. Zweitens: „Damals habe ich um mein Leben gekämpft, um irgendwie in der Marathon-Spitzengruppe zu bleiben. Dieses Mal bin ich selbstbewusst und recht locker mitgelaufen. Ich hatte das Gefühl, dass ich eigentlich schneller laufen hätte können, als das Tempo im Laufe des Rennens etwas abgenommen hat. Das zeigt die positive Entwicklung, die ich seit meinem ersten Halbmarathonsieg hier gemacht habe.“
Laufgenuss quer durch die Heimatstadt
An seine persönliche Bestleistung von 1:02:34 Stunden, aufgestellt vor drei Wochen beim Berliner Halbmarathon, konnte der Wiener aufgrund des Rennverlaufs nicht herankommen, freute sich aber über seinen Moment beim Zieleinlauf: „Es war wunderschön, hier zu laufen und ich habe das Rennen sehr genossen. Ich bin in einer sehr guten Form und habe mich heute sehr gut gefühlt – das stimmt mich zuversichtlich für die Zukunft.“
Hinter Hinterndorfer belegte der in Wien lebende Belgier Thys Moreau in einer Zeit von 1:07:04 Stunden den zweiten Platz. Zweitbester Österreicher war Lemawork Ketema (SVS Leichtathletik). Bei seinem Comeback auf der Wettkampfbühne erreichte der 40-Jährige eine Zeit von 1:08:30 Stunden.
Matz führt österreichischen Doppelsieg an
Den ersten österreichischen Sieg seit fünf Jahren im Halbmarathon feierte Larissa Matz (ULC Riverside), die sich trotz des Gefühls von Unwohlsein ab Kilometer sieben bravourös durchkämpfte und in einer Zeit von 1:15:15 Stunden das Ziel erreichte. „Ich bin sehr froh, dass ich durchgezogen habe. Mir war schlecht und zwischendurch denkt man immer wieder darüber nach, ob man aufgeben oder durchbeißen soll. Ich bin froh, dass ich mich für das Kämpfen entschieden habe – das ist auch ein wichtiges Erlebnis für den Kopf, wenn es gut ausgeht. Besonders in der Schlussphase haben mich die Zuschauer sehr angespornt“, sagte die 24-Jährige.
Die geplante Marathon-Premiere musste die ausgebildete Juristin aufgrund einer Erkrankung im Frühling zwar verschieben. „Ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe, trotzdem an den Start zu gehen und einen Halbmarathon zu laufen.“
Neuer Österreichischer U23-Rekord
Matz erreichte das Ziel 22 Sekunden vor ihrer Vereinskollegin Nicole Bauer, die ein großartiges Halbmarathon-Debüt schaffte. Die 21-jährige 5.000m-Spezialistin brach in einer Zeit von 1:15:37 Stunden auf Anhieb den ÖLV-U23-Rekord im Halbmarathon von Cordula Lassacher aus dem Jahr 2025 um 41 Sekunden. „Ich hatte richtig gute Trainingseinheiten in der Vorbereitung und so war ich trotz einer kleinen Erkältung letzte Woche optimistisch, dass ich um den U23-Rekord laufen kann. Es ist unglaublich, dass er gleich beim Debüt und auch noch hier beim VCM gelungen ist! Ich bin sehr, sehr glücklich über mein Halbmarathon-Debüt“, jubelte Bauer.
Platz drei ging an die Griechin Aikaterini Koutli in einer Zeit von 1:19:32 Stunden. 12.960 Läufer*innen erreichten das Halbmarathonziel vor dem Burgtheater.
Ergebnisse Wienerstädtische Halbmarathon
Männer
1. Timo Hinterdorfer (Österreich) 1:02:58 Stunden
2. Thys Moreau (Belgien) 1:07:04 Stunden
3. Lemawork Ketema (Österreich) 1:08:30 Stunden
4. Hugo Hottebart (Frankreich) 1:08:54 Stunden
5. Felix Geieregger (Österreich) 1:09:05 Stunden
Frauen
1. Larissa Matz (Österreich) 1:15:15 Stunden
2. Nicole Bauer (Österreich) 1:15:37 Stunden
3. Aikaterini Koutli (Griechenland) 1:19:32 Stunden
4. Hannah Foltas (Österreich) 1:20:42 Stunden
5. Vittoria Di Dato (Italien) 1:20:51 Stunden