sportsbusiness.at Breakfast Club am Erste Campus mit hochkarätigem Podium und Plädoyer fürs Marathonlaufen
Hugh Brasher, CEO von London Marathon Events, begeisterte beim sportsbusiness.at Breakfast Club am Erste Campus in Wien mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für das Marathonlaufen. Vertreter*innen von Medien, Unternehmen und der Eventszene waren zum Netzwerktreffen zehn Tage vor dem Vienna City Marathon (VCM) Wochenende gekommen.
"In einer Welt, in der wir stärker voneinander getrennt sind als je zuvor, können wir Menschen zusammen bringen", sagte Brasher. "Bei Marathons geht es um Community und Gemeinsamkeit. Ein Marathon ist etwas, woran du dich für den Rest deines Lebens errinerst. Er macht einfach Freude und inspiriert zu Aktivität, Gesundheit und gegenseitiger Unterstützung. Marathons haben starke wirtschaftliche und gesellschaftliche Effekte, und vor allem sind sie eine positive und gute Kraft in unserer Welt. Diese Werte verbinden uns im Marathon über Länder hinweg und bei den European Marathon Classics. Ich weiß, dass Wien das Herz und die Seele dafür hat, in zehn Tagen die Welt beim Marathon willkommen zu heißen."
Der London Marathon ist der wohl populärste Marathon der Welt. 1,1 Millionen Menschen haben sich für das diesjährige Event angemeldet. Mit 60.000 Läufer*innen konnte nur ein Bruchteil für die Teilnahme akzeptiert werden. Brasher arbeitet mit dem Londoner Bürgermeister Sadiq Khan nun daran, das Event auf zwei volle Tage auszuweiten - ein mehr als spannender Schritt, der richtungsweisend für die Marathonszene sein kann.
Kathrin Widu, Geschäftsführerin der VCM Group, betonte: "Wir wollen die Marathondistanz beim VCM zu stärken und Menschen dazu bringen, Sport zu machen und aktiv zu sein. Die große Begeisterung für den Marathon zeigt sich bei den European Marathon Classics, die Kultur, Sport und Tourismus promoten, genauso wie beim neuen Wörthersee Marathon, der Stand jetzt zum zweitgrößten Marathon Österreichs nach dem VCM wird."
Marathons befinden sich auf einem Hoch. Rund 49.000 Menschen werden sich für einen Bewerb des Vienna City Marathon anmelden – und vor allem junge Läufer*innen treiben diese Entwicklung mit Energie, Neugier und dem Wunsch nach echten Erlebnissen. "40 Prozent unserer Teilnehmer*innen laufen am 19. April ihren allerersten Marathon. Das stärkste Segment sind junge Leute zwischen 25 und 29 Jahren, und der Frauenanteil ist hoch wie nie", hebt Dominik Konrad, Geschäftsführer VCM Group hervor. Beim Wiener Städtische Halbmarathon im Rahmen des VCM liegt der Frauenanteil bei 48 Prozent, beim neuen Tchibo Coffee Run 10 K sogar bei 52 Prozent.
In einem hochkarätigen Panel zeigte sich die österreichische Veranstalterszene überzeigt, dass Marathons und Laufsportevents nachhaltige Effekte schaffen - wirtschaftlich, gesundheitlich und gesellschaftlich. Neben Hugh Brasher, Kathrin Widu und Dominik Konrad (VCM Group) diskutierten Ilse Dippmann (Österreichischer Frauenlauf), Hannes Menitz (Vienna Night Run), Markus Langer (Salzburg Marathon) und Maja Kölich (Erste Bank) über den erfreulichen Status des Laufsports.
Ilse Dippmann, eine Pionierin des Frauenlaufsports in Österreich: "Ich habe die Entwicklung von 400 Teilnehmerinnen bis zu 35.000 erlebt. Mich begeistert immer noch das Gefühl und das Miteinander am Start. Die Sichtbarkeit von Frauen und Mädchen in Gesellschaft und Sport zu heben ist mir ein großes Anliegen. Ich wollte immer zeigen, dass Laufen Freude und Begeisterung vermittelt. Das ist uns generationsübergreifend gelungen."
Hannes Menitz, Veranstalter des Erste Bank Vienna Night Runs, über die Positionierung seines Events: "Wir sind ein Partylauf und wollen Konzertstimmung am Start schaffen. Die Stimmung bei Nacht ist anders, allein durch die Beleuchtung ist die Atmosphäre außergewöhnlich. Auch wir merken, dass die Teilnehmer jünger werden und die jungen Menschen gesundheitsbewusster werden und beispielsweise weniger Alkohol trinken."
Markus Langer vom Salzburg Marathon, hob die Vielfalt der "Lauffestspiele in der Mozartstadt" hervor: "Wir haben ein Programm an jedem Tag der Eventwoche mit unterschiedlichen Storys und Zugängen - für Frauen, für Studierende, zum Kennenlernen der Stadt, für Inklusion und Charity. Als Veranstalter muss man aktiv sein, die Community pflegen und sich weiterentwickeln. Die Anmeldung für den Sparkasse Halbmarathon ist bereits geschlossen. Auch wir merken, dass das weibliche Publikum stark nachkommt. Mit einem Marathon schaffen wir großartige Medienwerte und Kontaktmöglichkeiten für Sponsoren."
Maja Kölich, Leitung Brand Management Erste Bank, betonte die Gründe für das Engagement der Erste Bank im Laufsport. "Der Antrieb, etwas erreichen zu wollen, die Stimmung des Miteinanders und der hohe Wert der persönlichen und mentalen Gesundheit, ergänzt um die finanzielle Gesundheit, passen einfach zu unserer Marke. Deshalb sponsern wir über 200 Läufe und sind mit Erste Bank Sparkasse Running die größte Laufinitiative Österreichs. In einer Zeit von Reizüberflutung und KI reicht es nicht, Reichweite zu generieren. Die Menschen wollen echte Erlebnisse. Veranstaltungen wie Laufevents, die diese Erlebnisse mit Marken verknüpfen können, habe im Sponsoring gute Chancen."
Dominik Konrad, Geschäftsführer VCM Group, illustrierte die kreative Zusammenarbeit mit der Erste Bank anhand von Beispielen: "Das große Branding der Reichsbrücke und die Glaub an dich Schlussläufer*innen am Ende des Läufer*innenfeldes zeigen, wie stark sich eine Markenbotschaft in einen Marathon einbinden lässt."
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