Österreichische Topathlet*innen beim Vienna City Marathon: Das bedeutet Emotion, Spannung und die Chance, unter besten Bedingungen ins Rampenlicht zu laufen.
Das VCM Team Austria wird am 19. April die Fans begeistern.
Mit Eva Wutti und Lemuela Wutz sind zwei starke Läuferinnen neu im österreichischen Elitefeld des Vienna City Marathon. Wutti kann mit einer guten Performance in Wien einen wichtigen Schritt zur EM-Teilnahme im August in Birmingham machen. Lemuela Wutz kommt als Siegerin des Graz Marathons 2025 an den Start und will in Richtung 2:40 Stunden laufen.
Bei den Männern sind die Starts von ÖLV-Rekordhalter Aaron Gruen und von Andreas Vojta bereits seit Längerem fix. Beide zeigten sich in der Vorbereitung in guter Form. Auch für sie ist der VCM die Möglichkeit, ihre Position im Qualifikationsranking für die Europameisterschaften zu stärken.
Mit Erfolgen bei Europameisterschaften kennt sich Peter Herzog gut aus. Der Salzburger, der im Herbst 2025 seine Karriere als Leistungssportler beendet hat, war EM-Dritter 2018 im österreichischen Marathonteam. Beim VCM schnürt er mit anderen Ansprüchen nun nochmals die Wettkampfschuhe - und zwar als ORF "Cable-Guy". Der Olympiateilnehmer von Tokio 2021 ist fürs Laufen also "verkabelt" und wird seine exklusiven Eindrücke und die Stimmung aus dem Marathonfeld direkt in die ORF-Liveübertragung bringen. "Ich freue mich sehr darauf, zum VCM zurückzukehren. Es ist eine schöne Aufgabe, zugleich werden die 42,195 Kilometer eine sportliche Herausforderung für mich, weil ich seit dem Karriereende natürlich deutlich weniger trainiert habe", sagt Herzog.
Eva Wutti setzt starke VCM-Serie fort
Eva Wutti, die für den Club RunAustria startet, tritt zum fünften Mal beim VCM an: "Für mich ist der Start beim Vienna City Marathon ein Fixpunkt geworden. Ich freue mich sehr, dass ich wieder in der Form bin, hier im Elitefeld zu starten. Ich hoffe, dass ich schneller laufen kann als im Vorjahr (Anm. 2:37:43). Der Aufbau dorthin schaut gut und solide aus", sagt sie.
Die 37-jährige Kärntnerin ist als Juristin in der Stadtgemeinde Wolfsberg vollzeit berufstätig. Für die alleinerziehende Mutter einer neunjährigen Tochter sind gute Planung und Einteilung besonders wichtig: "Die langen und intensiven Läufe habe ich stets am Wochenende gemacht."
Mit einem guten Resultat in Wien könnte für die Kärntnerin sogar ihre erste EM-Teilnahme in der Leichtathletik konkret werden. Ein Platz unter den Top-60 im Europa-Ranking ist nötig. In der Frühjahrssaison kommt noch Bewegung in die Rangliste, ihre Chancen sind aber intakt. "Wenn es sich ausgeht, würde ich mich freuen. Jetzt konzentriere ich mich auf den VCM am 19. April. Erst danach würde ich mir über eine Europameisterschaft Gedanken machen", sagt sie.
Wutti ist bei all ihren vier VCM-Starts schneller als 2:38 Stunden gelaufen. Keine andere Läuferin aus Österreich hat bisher eine solche Serie stehen.
- 2:37:59 - 7. Platz 2018 - Marathondebüt bei großer Hitze
- 2:34:12 - 6. Platz 2019
- 2:37:49 - 15. Platz 2023
- 2:37:43 - 8. Platz 2025
Im Dezember 2020 erzielte sie bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Prater Hauptallee, durchgeführt vom VCM mit dem ÖLV, ihre persönliche Bestzeit von 2:30:43 und hat dabei den damaligen ÖLV-Rekord von Andrea Mayr eingestellt.
Lemuela Wutz peilt Bestzeit an
Die 27-jährige Wienerin Lemuela Wutz bringt weniger Marathonerfahrung als Eva Wutti an den Start, dafür einen Sieg von ihrem Marathondebüt in Graz 2025. Im vergangenen Oktober war sie dort in 2:44:41 Stunden die Schnellste. "Für mich ist es etwas Besonderes, den Marathon in Wien zu laufen. Ich freue mich auf die Stimmung entlang der Strecke, die vielen Zuschauer*innen und besonders auf Freunde und Familie vor Ort. Mein Ziel ist es, in Richtung 2:40 Stunden zu laufen. Insgesamt fühle ich mich fitter als beim ersten Versuch", sagt Wutz.
Die Athletin der DSG Wien arbeitet als Interior Designerin in Teilzeit und ist zusätzlich als Leichtathletik-Trainerin tätig. Das Besondere am Marathon liegt für sie in der Distanz an sich: "Die Kombination aus körperlicher und mentaler Herausforderung fasziniert mich sehr."
Europameisterschaften auch für Gruen und Vojta ein Ziel
Aaron Gruen und Andreas Vojta, deren VCM-Starts schon länger angekündigt wurden, haben ebenso wie Eva Wutti Chancen aufs EM-Ticket für Birmingham. Vojta: "Mein Ziel beim VCM wird es auf jeden Fall sein, meine Ausgangsposition im Vergleich zum Status Quo deutlich zu verbessern. Das heißt, ich will eine schnellere Zeit als 2:15:01 erreichen, mit der ich derzeit im Qualifikations-Ranking vertreten bin." Je schneller er läuft, umso höher ist für ihn die Wahrscheinlichkeit, die EM-Teilnahme zuu fixieren.
Besser abgesichert ist schon jetzt der EM-Startplatz von Aaron Gruen. Er hat mit seinen ÖLV-Rekorden von 2:09:53 im Marathon und 61:14 im Halbmarathon in der "Road to Birmingham" durch starke Leistungen angeschrieben. Sollte alles klappen, ist für ihn klar: "Der Plan ist, bei der EM zu starten."
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