Oqbe Kibrom aus Eritrea führt das Elitefeld der Männer beim Vienna City Marathon (VCM) am 19. April an.
Der 28-Jährige kommt mit einer Bestzeit von 2:05:37 Stunden nach Wien. Tafese Delegen aus Äthiopien mit der persönlichen Bestleistung von 2:06:11 sowie die Kenianer Stanley Kurgat mit 2:07:05 und Albert Kangogo mit 2:07:26 bilden eine starke Konkurrenz.
Österreichs Rekordhalter Aaron Gruen steht mit seinem vor einem Jahr erzielten ÖLV-Rekord von 2:09:53 Stunden in der Starterliste und bereitet sich auf seinen ersten Marathonstart in Österreich vor: „Diese Läufer haben Spitzenleistungen erbracht, die deutlich über meiner eigenen Bestzeit liegen. Das Rennen verspricht daher ein sehr hohes sportliches Niveau. Für mich wird es eine echte Herausforderung sein, mich im gesamten Feld einigermaßen zu behaupten. Ich werde mein Bestes geben und freue mich schon sehr auf Wien und auf das Rennen“, kommentiert er.
Der VCM ist ein World Athletics Elite Label Event des Leichtathletik-Weltverbandes.
Oqbe Kibrom will ersten Marathonsieg
Vor vier Jahren, beim VCM 2022, war Oqbe Kibrom bereits knapp davor, in Wien seinen allerersten Marathonsieg zu feiern. Nach 30 Kilometern setzte er sich im Prater an die Spitze und schien einem souveränen Sieg entgegen zu laufen. Cosmas Muteti aus Kenia kam jedoch immer näher heran und überholte Kibrom noch, der in 2:07:25 schließlich den dritten Platz erreichte. Dies ist bis heute seine beste Marathon-Platzierung. Auch in Florenz 2021 war er auf Rang drei im Ziel.
Dass Kibrom die Qualität eines Champions hat, beweisen mehrere Topleistungen. Dreimal konnte er bereits unter 2:06 Stunden laufen. Von Valencia 2021 in 2:05:53 und Barcelona 2023 in 2:05:51 steigerte er sich auf 2:05:37 in Berlin 2024. Im Vorjahr lief er in Daegu in 2:06:04 einen weiteren starken Marathon und landete auf Rang vier. Erst im Jänner 2026 zeigte er in Doha mit 2:07:55 erneut eine beachtliche Performance. Die Zeit scheint reif für seinen ersten Marathonsieg.
Starke Konkurrenz mit VCM-Erfahrung
Er wird von zwei Afrikanern herausgefordert, die ebenfalls vor zwei Jahren ihre persönlichen Bestzeiten erzielten: Der Äthiopier Tafese Delegen lief in Sevilla 2:06:11, Stanley Kurgat aus Kenia erzielte in Berlin 2:07:05, wobei er in diesem Rennen sieben Plätze hinter Kibrom ins Ziel kam.
Ein Läufer im VCM-Elitefeld, der seine persönliche Bestzeit erst kürzlich verbessern konnte, ist Albert Kangogo. Der Kenianer wurde im Dezember im türkischen Mersin mit 2:07:26 Zweiter. Der 38-jährige Kangogo hat viel Erfahrung und kennt den Vienna City Marathon gut: Wie Kibrom ist er hier schon auf Rang drei gelaufen: Beim VCM 2024 erreichte er in 2:10:44 das Podium. Und wie Kibrom hat auch er bisher noch keinen Marathonsieg gefeiert.
Für das VCM-Frauenrennen wurde bereits Titelverteidigerin Betty Chepkemoi als erste Topathletin vorgestellt. Bei Männern wie Frauen wird es in den kommenden Wochen noch Erweiterungen im Elitefeld geben.
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