42,195 Kilometer wird Georg laufen – nicht nur für sich selbst, sondern für Menschen mit MPS. Mit seinem Marathon setzt er ein Zeichen für MPS Austria und unterstützt damit die Finanzierung wichtiger Therapien, die MPS-Patient:innen mehr Bewegungsfreiheit, Mobilität und vor allem Schmerzlinderung ermöglichen können. Jeder Kilometer steht für Hoffnung, für Unterstützung und für den Wunsch, mit sportlichem Engagement konkret etwas zu bewirken.
Ausdauer begleitet Georg Tober schon ein Leben lang. Bereits als Kind war Bewegung fixer Bestandteil seines Alltags – viele Jahre im Schwimmverein legten den Grundstein für das, was später zu einer echten Leidenschaft werden sollte. Während des Studiums wurde aus dem sportlichen Fundament zunächst regelmäßiges Joggen: unkompliziert, ohne Trainingsplan, eher Mittel zum Zweck als Herzensangelegenheit. Doch mit den Jahren veränderte sich etwas. Aus dem „Joggen“ wurde bewusstes Laufen – und aus der Notwendigkeit ein Hobby.
Der Wendepunkt kam 2024. Mit dem Start bei seinem ersten Halbmarathon begann eine neue Phase. Strukturierte Trainingspläne, das gezielte Hinarbeiten auf ein klares Ziel und das Gefühl, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln, entfachten eine tiefe Begeisterung fürs Laufen. Gleichzeitig wurde es zum perfekten Ausgleich zum Alltag – ein Raum zum Abschalten, Sortieren und Durchatmen. „Fast schon therapeutisch“, beschreibt er diese Zeit.
Eine besondere Begegnung gab seiner Laufleidenschaft schließlich eine neue Dimension. Durch seine Arbeitskollegin lernte er MPS Austria kennen. Ihr Neffe ist von MPS betroffen, und sie engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für den Verein. Je mehr er über die seltene Stoffwechselerkrankung erfuhr, desto klarer wurde für ihn: Sein Laufen sollte mehr sein als ein persönliches Ziel. Es sollte Sinn stiften.
So fiel die Entscheidung, seinen zweiten Halbmarathon im April 2025 als Charity-Lauf für MPS Austria zu bestreiten. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung und sozialem Engagement entfachte eine ganz neue Motivation. Besonders die Begegnungen mit betroffenen Familien und anderen Charity-Läufer:innen machten deutlich, wofür gelaufen wird – und wie viel jede einzelne Unterstützung bewirken kann.
Im Oktober 2025 folgte der nächste große Schritt: der erste Marathon. Ein Meilenstein, der zeigte, was mit Geduld, Struktur und Freude am Prozess möglich ist. Und der Blick nach vorne ist bereits gerichtet: Im April 2026 wartet der nächste Marathon. Das Ziel ist gesetzt, die Vorbereitung macht Spaß – und die Charity-Komponente gibt dem Training zusätzliche Bedeutung, denn auch in diesem Jahr widmet Georg seinen Lauf MPS-Patient:innen und unterstützt mit seiner Spendenaktion die Finanzierung nachhaltige Therapien, die mehr Mobilität und Schmerzlinderung ermöglichen.
Heute ist Laufen für ihn weit mehr als Bewegung. Es ist Struktur, Ausgleich und Leidenschaft. Und vor allem ist es eine Möglichkeit, etwas zurückzugeben.
Kilometer für Kilometer. Schritt für Schritt.