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10-km-Europarekorde fallen in Castellon

Cordula Lassacher erstmals unter 33 Minuten

Spaniens Straßen bieten in den Wintermonaten ideale Bedingungen für Topleistugen im Straßenlauf. Das bestätigte sich am Sonntag einmal mehr beim 10-km-Rennen in Castellon. Gleich beide Europarekorde wurden gebrochen, und die Sieger erzielten absolute Weltklassezeiten. Dabei gelang dem erst 20-jährigen Harbert Kibet eine große Überraschung: Der Läufer aus Uganda lief sein Debüt über die 10-km-Distanz und triumphierte in 26:39 Minuten. Dies ist die sechstschnellste je gelaufene Zeit und eine Jahresweltbestzeit. Der Weltrekord des Kenianers Rhonex Kipruto steht bei 26:24.

Als Zweiter brach der Franzose Yann Schrub mit 26:43 den Europarekord, den Andreas Almgren erst vor gut einem Monat in Valencia mit 26:45 aufgestellt hatte. Der Schwede wurde in Castellon Dritter mit 26:45 und stellte damit seinen Landesrekord ein. Auch der viertplatzierte Silas Senchura (Kenia) blieb mit 26:58 noch unter 27:00 Minuten.

Cordula Lassacher mit starker 10-km-Leistung

Bei den Frauen feierte die Steirerin Cordula Lassacher (ATUS Knittelfeld) eine persönliche 10-km-Bestleistung von 32:51 Minuten. Sie steigerte sich gegenüber ihres bisher schnellsten Rennen von Berlin im Oktober 2025 um 29 Sekunden und blieb erstmals unter der 33-Minuten-Marke. Aus Österreich waren nur ÖLV-Rekordlerin Carina Reicht (32:19) und Julia Mayer (32:28) jemals schneller gelaufen. „Cordi“, die zuletzt beim VCM Winterlauf über 15 Kilometer mit 51:02 Minuten eine österreichische Bestzeit erzielt hatte, erreichte in Castellon den 20. Platz.

Schnellste Frau war die 29-jährige Kenianerin Caroline Gitonga, die sich um über eine Minute verbesserte und nach 29:34 im Ziel war. Dies ist die zwölftschnellste je gelaufene Zeit. Nelvin Jepkemoi (Kenia) und Chaltu Dida (Äthiopien) folgten auf den Plätzen zwei und drei mit 29:45 beziehungsweise 29:50. Als Vierte überraschte die Britin Megan Keith mit einem Europarekord von 30:07 Minuten. Die 23-jährige Cross-WM-Zweite des vergangenen Jahres verbesserte damit die Bestzeit von Eilish McColgan (Großbritannien) um eine Sekunde. Es war bereits das dritte Mal seit Jahresbeginn, dass dieser Europarekord gebrochen wurde. Am 4. Januar war die Belgierin Jana van Lent in Nizza 30:10 gelaufen, dann erreichte McColgan eine Woche später in Valencia 30:08. Eilish McColgan war am Sonntag in Castellon Sechste mit 30:36, Jana van Lent wurde Achte in 30:50.

Kevin Kamenschak läuft ÖLV-Rekord 5 km

In Monaco jubelte am 15. Februar der junge Oberösterreicher Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) über einen neuen ÖLV-Rekord von 13:47 Minuten im 5-km-Straßenlauf. Die bisherige Marke von Andreas Vojta aus 2021 unterbot er um eine (!) Sekunde. Im gleichen Rennen erzielte Kamenschaks Trainingskollege Tobias Rattinger die starke persönliche Bestzeit von 13:54 Minuten.

“Ich bin sehr glücklich, den Rekord im dritten Anlauf geschafft zu haben, nachdem ich ihn bereits zwei Mal knapp verpasst habe. In Monaco waren heute perfekte Bedingungen, es war eine tolle Stimmung und zu Beginn des Rennen habe ich sogar kurzzeitig das Feld angeführt. Die ersten 2/3 waren recht locker, die letzten 1,5 Kilometer waren aber hart und es wurde knapp mit dem Rekord”, wird Kamenschak auf oelv.at zitiert.

Alle ÖLV-Zeiten 5 km unter 14 Minuten

13:47 Kevin Kamenschak - Monaco 15.02.2026
13:48 Andreas Vojta - Monaco 2021
13:49 Kevin Kameschak - Riga 2023 (Straßenlauf-WM)
13:50 Kevin Kamenschak - Lille 2025
13:54 Peter Herzog - Berlin 2020
13:54 Tobias Rattinger - Monaco 2026
13:55 Raphael Pallitsch - VCM Winterlauf, Wien, 14.12.2025


VCM News / JW, AM