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European Marathon Classics: 52 Läufer*innen feiern die ersten Medaillen

Peter Scheiblhofer ist Österreichs erster EMC-Finisher

Acht Marathons, fünf Finishes, eine Medaille: Das sind die European Marathon Classics, eine Serie von europäischen Marathons, die im Februar in Wien erstmals vorgestellt wurde.

Rom, Wien, Madrid, London, Kopenhagen, Warschau, Lissabon und Frankfurt: Wer fünf dieser acht Marathons erfolgreich absolviert, ist stolzer EMC-Finisher und erhält eine besondere Medaille. Die fünf Rennen dieser Marathonreise sind darauf individuell mit magnetischen Plaketten angebracht.

Erste EMC-Medaillen überreicht

Das Besondere: Auch Ergebnisse aus der Vergangenheit zählen. Am 27. September wurden daher im Rahmen des Warschau Marathons die ersten EMC-Finisher gefeiert.

52 Läufer*innen, die in Warschau zumindest ihren fünften EMC-Marathon gelaufen sind, haben im Ziel die European Marathon Classics Medaille erhalten – ein persönliches Highlight und eine Anerkennung für die Leistungen!

Peter Scheiblhofer als erster Österreicher

Unter diesen Premieren-Finishern ist Peter Scheiblhofer aus Oberösterreich, der in Warschau nach 4:15:20 Stunden das Ziel erreichte und im Ziel seine EMC-Medaille erhalten hat.

„Es war ein richtig schöner Moment. Alles war stimmungsvoll aufgebaut, mit einem Teppich am Boden, mir wurde die Medaille überreicht und gratuliert. Wirklich eine besondere Atmosphäre“, schildert Scheiblhofer. Für den 53-Jährigen aus dem Ort Vichtenstein im Innviertel war es das fünfte Finish bei einem EMC-Rennen nach Wien, Frankfurt, London und Rom – und sein 66. Marathon insgesamt.

Nach dem Warschau Marathon geht die EMC-Saison mit den Läufen in Lissabon am 10. Oktober und in Frankfurt am 25. Oktober weiter. Dort werden die nächsten Medaillen der European Marathon Classics vergeben.

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„Wollte unbedingt bei erster Medaillenvergabe dabei sein“

Peter Scheiblhofer hat seine EMC-Reise beim Vienna City Marathon 2005 begonnen. Es folgten Frankfurt 2009, Rom 2011 und London 2015 – wobei er in Wien und Frankfurt öfter als einmal gestartet ist.

„Als ich von den EMC und der Medaille gehört habe, war das ein großer Motivationsschub für mich, weil ich ja nur mehr einen Marathon gebraucht habe. Ich wollte dann bei diesem besonderen Moment der ersten Medaillenvergabe dabei sein“, schildert er.

66 Marathons – und weitere Ziele

Als Finisher von sechs World Marathon Majors und insgesamt 66 Marathons blickt Scheiblhofer auf zahlreiche Marathonerlebnisse zurück. Begonnen hat es für ihn 2004 in Linz: „Ich habe zu laufen begonnen und dachte mir: Einmal Marathon, dann genügt es.“ Doch dabei blieb es nicht. Es folgte gleich im Herbst 2004 ein Start in Berlin: „Weil wir Verwandtschaft dort haben, sagte ich, den Berlin Marathon mach ich auch noch.“ Da er nun auch in Österreichs Hauptstadt laufen wollte, folgte 2005 sein erster Start beim Vienna City Marathon. 

Und so ging es weiter in vielen Ländern und Bundesländern. In Österreich fehlt ihm nur Kärnten: „Jetzt, wo es den Wörthersee Marathon gibt, möchte ich dort auch noch laufen.“ Auch die erweiterte Majors-Serie reizt ihn noch. Den Sydney Marathon hat er bereits absolviert. 

Mit Leidenschaft zur EMC-Medaille

Laufen ist eine Leidenschaft für ihn: „Wenn man etwas mit Liebe macht, belastet es nicht“, sagt er. Zeitmanagement ist aber zentral. Täglich pendelt er 70 km nach Linz, wo er in der Bildungsdirektion des Landes Oberösterreich arbeitet. Um das Training machen zu können, ist oft Flexibilität gefragt.

Warschau war Peter Scheiblhofers bisher einziger Marathon über 4 Stunden. „Ich bin ein ehrgeiziger Läufer. Da hat mir das Herz geblutet“, sagte er. Aufgrund der Vorgeschichte ist sein Finish jedoch fast sensationell. 

Eine Knieverletzung mit Knochenmarksödem und Entzündungen hinderte ihn seit 11. Juli am Laufen. Mit Walken (2.215 Kilometer) und Radfahren (37.000 Höhenmeter) hielt er sich fit, um die Chance auf den Start in Warschau am Leben zu erhalten. Als er vom Sportarzt das „Go“ für den Marathon bekam, war sein Glück groß. „Die Gesundheit riskiere ich nicht, das war mir immer klar. Aber der unbedingte Wille, die EMC-Medaille zu erreichen, hat mich dazu gebracht, alles zu versuchen, um zumindest an der Startlinie stehen zu können.“

Mit vorsichtigem Beginn und dank seiner Marathon-Erfahrung konnte er in Warschau ohne Schmerzen und mit viel Freude seine Medaille in Empfang nehmen – als erster Österreicher einer zukünftig sicher großen Liste an Finishern der European Marathon Classics.

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