Die Triathletin verbessert in Prag ihre eigene Top-Marke auf 31:56
Carina Reicht hat es wieder getan: Die Triathletin verbesserte ihren eigenen Österreichischen Rekord im 10-km-Straßenlauf am 31:56 Minuten. Sie unterbot am vergangenen Samstag, 5. September in Prag ihre bisherige Bestmarke um 23 Sekunden. Als erste Österreicherin überhaupt blieb die 25-jährige Steirerin damit unter der 32-Minuten-Marke, egal auf der Straße oder auf der Bahn im Stadion.
„Ich bin ganz zufrieden mit der neuen Bestzeit. Es war schon mein Ziel meinen Rekord weiter zu verbessern und wenn möglich auch unter den 32 Minuten zu bleiben. Da das ganze Feld extrem schnell begonnen hat, bin ich natürlich auch mitgegangen“, wird sie oelv.at zitiert. Den ersten Kilometer legte sie laut Strava-Aufzeichnung in 2:52 Minuten zurück!
In der Frühjahrssaison konnte Carina Reicht verletzungsbedingt bei keinem Straßenlauf antreten. Nach einem guten Trainingsblock und vier Wochen Höhentraining in St. Moritz zeigte sie sich nun in sehr starker Form. Vorerst sind weitere Triathlonstarts geplant. Aber wann immer sie in Zukunft wieder bei einem Straßenlauf antritt, darf man gespannt auf das Ergebnis sein.
Reichts Rekorde über 5 km und 10 km
Bereits in der Vergangenheit hat sie die ÖLV-Rekorde über 5 km und 10 km gebrochen. Ihre 5-km-Zeit von 15:40 Minuten vom Österreichischen Frauenlauf 2025 wurde mittlerweile von Lisa Redlinger beim Vienna 5K 2026 auf 15:36 verbessert. Über 10 km unterbot Reicht nun ihre eigene Bestmarke. Die alte Rekordzeit von 32:19 Minuten war sie im September 2025 in Prievidza in der Slowakei gelaufen.
In der österreichischen All-Time-Liste liegen u.a. Julia Mayer (32:28), Lisa Redlinger (32:29) und Cordula Lassacher (32:51) hinter ihr.
Mißgeschick beim Männer-Rennen in Prag
Siegerin des hochklassigen Rennens in Prag war die Äthiopierin Chaltu Dida in 30:04 Minuten vor ihrer Landsfrau Robe Dida, die nach 30:12 im Ziel war. Dritte wurde die Kenianerin Cynthia Chepkwony in 30:23. Unmittelbar vor Reicht kam die Deutsche Konstanze Klosterhalfen, 5.000-m-Europameisterin von 2022, in 31:49 auf Rang acht.
Im Rennen der Männer hatte Victor Kipruto großes Pech. In Führung liegend, lief der Kenianer dem von der Strecke abbiegenden Führungsfahrzeug hinterher. Dadurch wurde er am Ende nur Dritter in 27:18 Minuten. Rodrigue Kwizera aus Burundi, der künftig für Spanien startet, war der glückliche Sieger. Er gewann in 27:15 vor dem Kenianer Owen Kapkama, der nach 27:16 im Ziel war.
Meilenrekord für Katharina Pesendorfer
Sogar einen zweiten ÖLV-Straßenlaufrekord gab es am Wochenende. Katharina Pesendorfer erzielte in 4:47,59 Minuten einen neuen Rekord auf der Straßenmeile. Bei der Kö-Meile in Düsseldorf erreichte sie Rang 13. Den bisherigen ÖLV-Rekord über die 1,609 Meter lange Strecke hielt Lotte Seiler mit 4:52,10 Minuten.
Straßenlauf-WM voran
Österreichs (junge) Laufszene zeigt immer wieder mit erfreulichen Leistungen auf. Mit Spannung dürfen Sportinteressierte nun zu den World Road Running Championships am 19 und 20. September in Kopenhagen blicken. Österreich ist im Halbmarathon und über 5 Kilometer mit einem starken Team am Start.
VCM News / AM