...und sie kamen nur wegen mir

VCM Strecke im Detail

KM 12 - Naschmarkt

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"Museumsbesuch in kurzen Hosen"

interessante Sehenswürdigkeiten

   

Naschmarkt

Im Jahr 1905 erhielt der vormalige Kärntnertormarkt einen offiziellen Namen, dessen Herkunft nicht eindeutig geklärt ist. Tatsache ist, dass er von der Bevölkerung zuerst mit "Aschenmarkt" und schon ab zirka 1820 als "Naschmarkt" bezeichnet worden war.
Für die Bezeichnung "Aschenmarkt" gibt es zwei Erklärungsmöglichkeiten: Sein Vorläufer war ein auf der Freyung in der Stadt eingerichteter Obst- und Gemüsemarkt, der wegen anhaltender Auseinandersetzungen zwischen dem Magistrat und dem Schottenkloster 1780 vor das fürstlich Starhembergische Freyhaus (heutiger Bereich Wiedner Hauptstraße-Resselgasse-Operngasse; 1936 abgerissen) verlegt worden war. Hier hatte sich bereits an der Stelle einer früheren städtischen Aschen- und Mistablagerungsstätte ein kleiner Milchmarkt etabliert. Vermutlich deshalb bezeichneten die Wiener ihren neuen Markt als "Aschenmarkt", doch war "Asch" auch eine gängige Bezeichnung für den aus Eschenholz gefertigten Milcheimer. Bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts begann sich die Bezeichnung "Naschmarkt" durchzusetzen, möglicherweise eine Verballhornung der alten Bezeichnung im Hinblick auf hier erhältliche Leckereien, denen der Hauch ferner Länder anhaftete, wie etwa in Zucker eingelegte Orangenschalen oder Datteln.


Nach erfolgter Wienflussregulierung und -überbauung begann sich der Markt von der ursprünglichen Fläche (heutiger Bereich Karlsplatz zwischen Operngasse/Linke Wienzeile und Wiedner Hauptstraße) auf den eingedeckten Bereich über der Wien auszudehnen, doch hätte die Errichtung des geplanten Prachtboulevards bis nach Schönbrunn seine Absiedlung erfordert.


Die Diskussion um einen neuen Standort des Marktes wurde durch den Beginn des Ersten Weltkrieges beendet. Bereits während des Krieges wurden nach Plänen des Wiener Stadtbauamtes neue Standbauten errichtet und gaben dem Markt das einheitliche Erscheinungsbild, das ihn heute noch prägt. 1919 wurde der innere - ursprüngliche - Teil des Marktes aufgelassen, der Naschmarkt war damit auf den heutigen Standort entlang der Wienzeile beschränkt.


Ab 1916 wurde am stadtauswärtigen Ende des Marktes provisorisch ein Obst- und Gemüsegroßmarkt eingerichtet.

   

Theater an der Wien

Theater an der Wien, jüngstes der 3 bekannten Wiener Vorstadttheater (neben Theater in der Josefstadt und Leopoldstädter Theater) in Wien 6. Erbaut 1798-1801, war es damals das modernste Theater der Monarchie. Es wurde 1801-06 von E. Schikaneder, zuerst als Eigentümer, dann als Direktor, geleitet (Wiener Volksstücke und spektakuläre Ausstattungsopern), 1804 an den Pächter der Hoftheater, P. Freiherr von Braun, verkauft (1805 Uraufführung von Beethovens "Fidelio"), 1807-13 von einer adeligen "Cavaliersgesellschaft" und 1813-25 von F. Graf Pálffy geleitet (Opern, Pantomimen, Kinderballette und Sprechstücke, 1817 Uraufführung von Grillparzers "Ahnfrau"). Nach dem finanziellen Ruin Pálffys wurde es an C. Carl (1827-45) verpachtet, der dem Theater die führende Rolle unter den Wiener Volkstheatern sicherte (Uraufführungen von Nestroy-Stücken unter anderem mit J. Nestroy und W. Scholz in den Hauptrollen).

Direktor F. Pokorny (1845-50) ließ das Theater renovieren und technisch modernisieren und führte es wieder als Operntheater (Gastspiele, unter anderem von Jenny Lind); unter Direktor F. Strampfer (1862-69) erfolgte die entscheidende Wende zum Operettentheater (vor allem J. Offenbach) mit Künstlern wie J. Gallmeyer, K. Blasel und M. Geistinger; unter der Leitung von M. Geistinger und M. Steiner (1869-75) wurden vor allem Meisterwerke der "Goldenen Ära" der Wiener Operette (J. Strauß Sohn, K. Millöcker) und Volksstücke (L. Anzengruber) aufgeführt; unter den nachfolgenden Direktor wurde das Sprechstück (abgesehen von Gastspielen ausländischer Ensembles, zum Beispiel S. Bernhardt und E. Duse) zugunsten der Operette immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Nach dem Umbau 1900 durch die Theaterarchitekten F. Fellner der Jüngere und H. Helmer wurde das Theater an der Wien unter der Leitung von W. Karczag (1901-23) und H. Marischka (1923-35) zur Hochburg der nachklassischen Operette (F. Lehár, E. Kálmán, L. Fall, E. Eysler).

Während des 2. Weltkriegs gesperrt, war es 1945-55 Ausweichquartier für die ausgebombte Wiener Staatsoper, wurde 1960 von der Gemeinde Wien erworben, nach sorgfältiger Renovierung durch O. Niedermoser 1962 wieder eröffnet und war danach Spielstätte für Eigenproduktionen (Musicals), für das Theater der Jugend und für die Wiener Festwochen. 1981 wurde eine der modernsten Licht- und Tonanlagen der Welt eingebaut, 1983-88 lief die Erfolgsproduktion "Cats" von A. Lloyd Webber, seit 1987 gehört das Theater an der Wien zur Vereinigte Bühnen Wien Ges. m. b. H.



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